Heinrich Ahrens life and biography

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Heinrich Ahrens biography

Date of birth : 1808-07-14
Date of death : 1874-08-02
Birthplace : Kniestedt
Nationality : Deutsche
Category : Science and Technology
Last modified : 2011-05-20
Credited as : Rechtsphilosoph, und Hauptvertreter ,

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Heinrich Ahrens war ein deutscher Rechtsphilosoph und Hauptvertreter der nach ihm benannten rechtsphilosophischen Richtung.

Ahrens war der Sohn des Verwalters Karl Heinrich Ahrens und dessen Ehefrau Lucie Christiane Huth. Seine Schulzeit verbrachte Ahrens in seiner Heimatstadt und begann anschließend an der Georg-August-Universität Göttingen zu studieren.

Einer seiner Lehrer, der Philosoph Karl Christian Friedrich Krause wurde dabei sein großes Vorbild. Bei diesem habilitierte sich Ahrens 1830 mit seiner Habilitation „De confoederatione germanica“. Der politischen Brisanz dieser Arbeit wegen konnte Ahrens auf keiner Anstellung im öffentlichen Dienst hoffen; der Bundestag sah in Ahrens einen „Aufwiegler“.

Da Ahrens im Januar 1831 zusammen mit seinen Kollegen, den Juristen Johann Ernst Arminius von Rauschenplatt und Carl Wilhelm Theodor Schuster die Göttinger Revolution auslöste, schien die Warnung fast prophetisch. Zusammen mit Rauschenplatt flüchtete Ahrens nach Brüssel und später nach Paris. Dort verdiente er sich ab 1833 seinen Lebensunterhalt mit Vorträgen und Vorlesungen über Die Deutsche Philosophie seit Kant. Bereits ein Jahr später nahm er einen Ruf als außerordentlicher Professor für Philosophie an die Universität in Brüssel an.

Im Zuge der politischen Ereignisse der Märzrevolution konnte Ahrens 1848 wieder nach Deutschland zurückkehren. Vom neunten hannoverschen Wahlkreis in Holle wurde er als Abgeordneter in die Frankfurter Nationalversammlung gewählt. Dort war er Mitglied der Fraktion Westendhall.

Zwei Jahre später ging Ahrens als Professor der philosophischen Rechts- und Staatswissenschaft an die Karl-Franzens-Universität Graz. 1859 übernahm er eine Professur für praktische Philosophie und Politik an der Universität Leipzig.

Um 1873 legte Prof. Ahrens alle seine Ämter nieder und zog sich ins Privatleben zurück. Er ließ sich wieder in Salzgitter nieder und starb dort im Alter von 66 Jahren am 2. August 1874.

Auf der Basis der Thesen seines Lehrers Karl Christian Friedrich Krause versuchte Ahrens, ein eigenständiges Naturrecht zu entwickeln, welches er dem Vernunftrecht der Aufklärung gegenüber stellen versuchte. Eine nachhaltige Wirkung seiner Arbeit blieb Ahrens versagt, obschon er in Frankreich, Spanien und einigen Ländern Südamerikas bereits zu Lebzeiten sehr bekannt wurde.

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