Holger Apfel (de) life and biography

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Holger Apfel (de) biography

Date of birth : 1970-12-29
Date of death : -
Birthplace : Hildesheim, Deutschland
Nationality : Deutscher
Category : Politics
Last modified : 2011-10-05
Credited as : Politikerin, NPD,

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Holger Apfel ist ein deutscher Politiker der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Partei NPD.

Seit März 2000 ist Apfel stellvertretender Bundesvorsitzender der NPD und seit 2004 Vorsitzender der NPD-Fraktion im sächsischen Landtag. Außerdem ist Apfel Vorsitzender des Nationalen Bündnis Dresden.

Apfel machte 1991 in Hildesheim Abitur und anschließend eine Lehre zum Verlagskaufmann. 1996 wurde er Verlagsleiter des NPD-Verlags Deutsche Stimme Verlag und im Jahr 2000 Chefredakteur des gleichnamigen Parteiorgans der NPD, der rechtsextremen Monatszeitung „Deutsche Stimme". Apfel ist mit der Geschäftsführerin der NPD-Frauenorganisation „Ring Nationaler Frauen", Jasmin Langer (* 1983), verheiratet.

Über sein Mitwirken beim Studentenbund Schlesien fand Apfel während der Schulzeit Kontakt zu den Jungen Nationaldemokraten, deren Mitglied er seit 1988 ist. Von 1992 bis 1994 war er stellvertretender Bundesvorsitzender, von 1994 bis 1999 Bundesvorsitzender der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN). Bei der Wahl Udo Voigts zum neuen NPD-Bundesvorsitzenden 1996 wurde Apfel mit weiteren JN-Funktionsträgern in den Bundesvorstand gewählt. Seit 2000 ist Apfel stellvertretender NPD-Bundesvorsitzender. Seit 2003 ist er Vorsitzender des Nationalen Bündnisses Dresden.

Im Oktober 2006 hob das Plenum des sächsischen Landtages die Immunität von Apfel auf. Hintergrund ist ein Strafverfahren wegen Beleidigung.

Am 9. Mai 2007 kam es in einer Debatte zum Zuwanderungsgesetz zu einem Eklat. Holger Apfel bezeichnete Ausländer als „arrogante Wohlstandsneger" und sprach von „staatsalimentierten orientalischen Großfamilien".

Zwei Tage später machte Apfel erneut mit Äußerungen auf sich aufmerksam. Im Rahmen einer sicherheitspolitischen Debatte charakterisierte er die Ablehnung des „Gesetzes zur Behebung der Not von Volk und Reich" (sog. „Ermächtigungsgesetz") durch die SPD im Jahre 1933 als „peinlich". Darüber hinaus warf er Otto Wels, der das Eintreten der SPD gegen das Gesetz damals im Reichstag begründete, vor, dieser habe die Konsequenzen für sich und die SPD „larmoyant bejammert".

Tätigkeit bei den Jungen Nationaldemokraten

Unter Apfel stieg der Einfluss der JN innerhalb der NPD. 1993 beteiligte sich die JN erstmals an dem sogenannten Rudolf-Heß-Gedenkmarsch. Von JN-Aktivisten forderte Apfel ein Selbstverständnis als „politische Soldaten", die Jungen Nationaldemokraten hätten sich an der Wehrmacht und der Waffen-SS als Vorbilder zu orientieren. In den Thesenpapieren der JN unter Apfels Vorsitz wird als Ziel eine „neue Volksgemeinschaft" propagiert.

Landtagsabgeordneter in Sachsen

Apfel war Spitzenkandidat der NPD Sachsen für die Landtagswahl am 19. September 2004, die 9,2 Prozent der Listenstimmen (1999: 1,4 Prozent) errang. Holger Apfel und 11 weitere NPD-Kandidaten zogen damit in den sächsischen Landtag ein. Am Wahlabend sorgte er für Schlagzeilen, als er von einem „großartigen Tag für alle Deutsche, die noch Deutsche sein wollen" sprach, woraufhin die Spitzenkandidaten der übrigen Parteien aus Protest das Studio verließen. Bei der konstituierenden Fraktionssitzung wurde er auch zum Fraktionsvorsitzenden gewählt. Holger Apfel brachte ein Zitat von Joschka Fischer. Originalton Holger Apfel: „Herr Innenminister: Was einst der heutige grüne Außenminister dem Bundestagspräsidenten entgegenschleuderte. Mit Verlaub: Sie sind für mich ein Arschloch."

Eklat im Landtag

Im Januar 2005 kam es im sächsischen Landtag während einer provokanten Rede Apfels zu tumultartigen Auseinandersetzungen, die bundesweit für Aufregung sorgten und die Debatte über den Umgang mit der NPD neu entfachten.

Anlass war, dass der Landtagspräsident, der CDU-Politiker Erich Iltgen, zu Beginn der Landtagssitzung am 21. Januar 2005 an zwei bevorstehende Gedenktage erinnert hatte - den 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 2005 und den 60. Jahrestag der Bombardierung der Stadt Dresden am 13. Februar 2005. Weil diese Plenarsitzung die letzte vor den beiden Gedenktagen war, hatte er die Abgeordneten gebeten, aller Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft mit einer Schweigeminute zu gedenken.

Dem verweigerte sich die sächsische NPD-Fraktion unter Apfel und verließ geschlossen den Sitzungssaal. Zuvor hatte die Fraktion den Antrag gestellt, eine Gedenkminute allein für die Opfer der Bombardierung Dresdens abzuhalten, dem die Landtagsverwaltung aber nicht stattgegeben hatte.

In einer Rede in der darauf folgenden Aktuellen Stunde des Landtags zum 60. Jahrestag der Bombardierung Dresdens bezeichnete Apfel das Ende des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai 1945 als „vermeintliche Befreiung Deutschlands", nannte die Alliierten „Massenmörder", die „heute drauf und dran [seien], neue Kriege vom Felde zu ziehen". Als Apfel auf Ordnungsrufe nicht reagierte, schaltete der Landtagspräsident ihm mit Ende seiner Redezeit das Mikrofon ab. Alterspräsident Cornelius Weiss (SPD) bezeichnete Apfels Rede anschließend als „mit Schaum vor dem Munde in Goebbels'scher Manier vorgetragene Hasstiraden".

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